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Die Seenotretter in der Ostsee: DGzRS

11. September 2012

Seenotrettungs-Kreuzer

Am Morgen des 4. September 2012 stach ein 78jähriger Hobbyangler mit seinem drei Meter langen Motorboot vor dem schleswig-holsteinischen Ostseebad Damp in See. Etwa zwei Seemeilen südöstlich von Damp geriet das offene Angelboot in erhebliche Schwierigkeiten. Eine Bootsleine hatte sich selbständig gemacht und war in den Propeller des Außenbordmotors gelangt. Die Leine wurde angezogen und brachte das Boot zum Kentern. Der vernünftigerweise mit einer Rettungsweste ausgerüstete Angler fiel in die bei Windstärke 4 immerhin leicht bewegte See. Ernstes Pech für den betagten Havaristen. Glück für ihn, dass Campingplatzbesucher sein Unglück von Land aus beobachtet hatten und richtigerweise die in Bremen stationierte zentrale Seenotleitung (MRCC -Maritime Rescue Co-ordination Centre) der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) informiert hatten.

Binnen weniger Minuten war das von der MRCC alarmierte DGzRS-Rettungsboot „Karl van Well“ aus seinem Heimatstützpunkt Damp ausgelaufen und am Ort des Geschehens eingetroffen. Die Seenotretter konnten den Angler, der einen Schock und Unterkühlungen erlitten hatte, aus der See bergen und an Land dem Landrettungsdienst übergeben.

Der Gerettete ist einer von mittlerweile über 75.000 Menschen, die von den Männern der 1865 gegründeten DGzRS aus Seenot befreit worden sind. Bei ihrem oft gefahrvollen Dienst vor den deutschen Nord- und Ostseeküsten verloren 45 Rettungsmänner ihr Leben. Die DGzRS ist stolz darauf, dass, obwohl sie die hochverantwortliche und schwierige Aufgabe der Seenotrettung, die üblicherweise in anderen Ländern dem staatlichen Sicherungsbereich zugeordnet ist, übernommen hat, vollkommen unabhängig ist. Die DGzRS, ein rechtsfähiger Verein kraft staatlicher Verleihung, finanziert ihre aufopferungsvolle und professionelle Arbeit, die vor allem von den etwa 200 haupt- und 800 ehrenamtlichen Rettungsmännern auf See bewältigt wird, nicht aus Steuermitteln, sondern ausschließlich aus Spenden sowie, im geringen Maß, aus dem Zufluss von gerichtlich verhängten Geldbußen.
Geradezu zum Symbol der DGzRS wurde das 32 cm lange Spendenschiffchen, das in über 20.000 Hafenkneipen und anderen Institutionen für den guten Zweck steht.

Die durchweg modernen 20 Seenotkreuzer und 40 Seenotrettungsboote der DGzRS verteilen sich auf 54 Stationen entlang der deutschen Küsten. Dabei entfallen auf die Ostseeküste 31 Stationen vom schleswig-holsteinischen Langballigau in unmittelbarer Nähe zur dänischen Grenze bis hin zum vorpommerschen Hafenstädtchen Ueckermünde, das nur wenige Kilometer von Polen entfernt ist. Der im Rügener Inselhafen Sassnitz stationierte Seenotkreuzer „Harro Koebke“ wurde 2012 in Dienst gestellt und ist mit 36,5 m Länge sowie einer Besatzung von elf Mann nach dem Helgoland-Kreuzer „Hermann Marwede“ die zweitgrößte Einheit der DGzRS-Flotte und damit das heimliche Flaggschiff der deutschen Seenotretter in der Ostsee. Ein Forum zum Austausch zur Thematik Seenotrettung finden Sie auf der Plattform “Forum: Seenot”.

Todeszone in der Ostsee – Wie Blaualgen den Lebensraum im Meer verändern

17. Juli 2012
Ostseeküste

Ostseeküste (Bild: Huber/pixelio.de)

Die Bildung von Blaualgen geht auf die Blüten von Cyanobakterien zurück, die bei einer übermäßigen Vermehrung den Lebensraum im Meer zu einer sauerstoffarmen Zone machen – daher die Namensgebung Todeszone. Bereits ab Tiefen von 100 Metern kann es vorkommen, dass auf Grund sich ausbreitender Algen keine Lebewesen mehr existieren können. Einzig Quallen und Bakterien fühlen sich in einem solchen sauerstoffleeren Raum noch wohl – doch Meerestiere und Fische leben nicht mehr darin.

Ursachen und Auswirkungen der Blaualgen

Dass es im Zuge des Klimawandels höhere Durchschnittstemperaturen gibt, ist mittlerweile erwiesen – auch wenn es im Laufe der Erdgeschichte schon mehrere Klimaveränderungen gab. Doch die gegenwärtige Entwicklung verläuft im Vergleich dazu wesentlich rapider, und die Auswirkungen der höheren Temperaturen sind vielfältig. Diese Thematik behandelt auch der Film “Eine unbequeme Wahrheit” mit dem ehemaligen US-Präsidentschaftskandidaten Al Gore. Wissenschaftler sehen die Ursachen der starken Vermehrung von Blaualgen in der Überdüngung durch die Landwirtschaft, mittlerweile aber auch in der zunehmenden Erderwärmung. Nachgewiesen haben dies Forscher des Leibniz-Institutes für Ostseeforschung – kurz IOW – anhand der Untersuchung von Sedimentkernen. Diese speichern  messbare Daten über sämtliche Temperaturveränderungen zurückliegender Zeiträume. Eines der Forschungsergebnisse zeigt, dass die Durchschnittstemperaturen des Frühmittelalters einem Warmklima gleichzusetzen sind und mit 16 Grad Celsius nur ein Grad niedriger lagen als die Temperatur, die heute an der Ostseeküste vorherrscht.

Die Wärme stellt ideale Bedingungen für die üppige Vermehrung von Blaualgen dar. Die Blüten dieser Algenart fallen ab und sinken auf den Meeresboden, wo sie während der Zersetzung reichlich Sauerstoff verbrauchen. Unter den natürlichen Bedingungen ist es kaum möglich, dass Sauerstoff in diese tiefen Schichten der Ostsee vordringt – daher ist gerade die Ostsee anfällig für die Bildung so genannter Todeszonen. Blaualgen kommen aber auch in Badeseen vor – dort können sie, wenn zuviel davon im Wasser enthalten ist, Hautreizungen und Magen-Darmbeschwerden hervorrufen. Besonders in der Urlaubssaison wird auch die breite Öffentlichkeit auf das Problem der Algenbildung aufmerksam, und immer wieder kommt es vor, dass Badeorte aus Sicherheitsgründen zeitweise gesperrt werden müssen. Eine Verringerung des Ausbringens von Düngerückständen ins Meereswasser hat mittlerweile schon für eine bessere Wasserqualität gesorgt: So gibt es an der Schwedischen Ostseeküste bereits Todeszonen, die wesentlich kleiner geworden sind.

Flugzeug-Wrack aus dem Zweiten Weltkrieg in der Ostsee soll geborgen werden

10. Juni 2012

Vor Rügen entdeckten Taucher vor wenigen Jahren das Wrack eines 11 Meter langen Sturzkampfflugzeuges (kurz: Stuka) in einer Meerestiefe von 18 Metern. Das Sturzkampfflugzeug war während des Zweiten Weltkrieges über der Ostsee abgestürzt. Bei dem Flugzeug-Wrack handelt es sich um das Wrack einer Maschine des Typs ‘Junker Ju 87′, das in einem noch recht guten Zustand und beim Aufprall auf die Wasseroberfläche nicht auseinandergebrochen sein soll. Nach Aussagen Sebastian Bangerts, Sprecher des Militärhistorischen Museums Dresden, existieren weltweit lediglich zwei Exemplare der ‘Junker Ju 87′, die noch vollständig erhalten sind; ein Exemplar in Chicago, das andere in London.

Ostseeküste am Kap Arkona, Foto: Gerhard Giebener, pixelio.de

Das unter Naturschutz stehende Flugzeug-Wrack soll nun von Tauchern des Pionierbataillons der Bundeswehr geborgen werden. Obwohl bereits verschiedene Mythen über das abgestürzte Sturzkampfflugzeug kursieren, liegen laut Aussagen des Unterwasserarchäologen Kai Schaake noch keine sicheren Informationen über Flugzeug, Besatzung und damalige Mission vor. Unklar ist außerdem, ob der Rumpf des Kampfflugzeuges sterbliche Überreste der Besetzung birgt. Hoffnungen liegen nun Sebastian Bangert zufolge unter anderem in einer Motornummer, die am Wrack eventuell noch erkannt werden kann. Über diese Nummer könnten möglicherweise Rückschlüsse gezogen werden auf die Herkunft der wahrscheinlich deutschen Stuka.

Vor der Bergung des Flugzeug-Wracks soll die abgestürzte und mit Muscheln bewachsene ‘Junker Ju 87′ nach Aussagen eines Bundeswehrsprechers zunächst noch von Marinetauchern untersucht und dann freigespült werden. In einem weiteren Schritt sollen dann Kleinteile geborgen werden. Um die Maschine schließlich bergen zu können, seien dann zunächst die Tragflächen des Sturzkampfflugzeuges abzutrennen. Ermöglicht werden solle die Bergung des Rumpfes dann durch den Einsatz eines Bordkrans.
Nach der Bergung des Ostsee-Wracks sind dessen Restauration und anschließende Ausstellung in Gatow (einem Ortsteil Berlins) geplant.

Millionen-Investitionen: Yachthäfen an der Ostsee rüsten auf

24. Mai 2012

Die Yachthäfen an der Ostsee bereiten sich auf einen gewaltigen Gästeansturm vor. Hafenbetreiber, Reedereien und Bootsverleiher des Marina Verbunds Ostsee (MV Ostsee), die kürzlich die Hauptsaison eingeläutet haben, erwarten ein erfolgreiches Jahr. Man hoffe im Vergleich mit 2011 auf steigende Umsätze, schildert Frank Morgenstern, der den Vorsitz über den MV Ostsee führt. Nach den Verlusten des Jahres 2011 gelinge es der Branche nun wieder, sich zu erholen und in die Gewinnzone zurückzukehren.

MV Ostsee wichtiger Wirtschaftsfaktor

Yachthafen, Ostsee, Yacht

Foto: Thomas Siepmann

In den letzten Jahren konnte der maritime Tourismus vor allem über Yachthäfen und die angeschlossenen Betriebe jährlich einen Umsatz von 474 Millionen Euro in Mecklenburg-Vorpommern erwirtschaften. Er gehört damit zu den wichtigsten Wirtschaftsfaktoren des Bundeslands und ist gerade im Fremdenverkehr einer der größten Wachstumsbereiche. Diesbezüglich habe er sogar mit einem Wert von zehn Prozent bundesweit den größten Anteil, berichtet Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe von der CDU.

Seit 1990 regelmäßige Investitionen
Um den maritimen Tourismus aber zu dieser herausgehobenen Rolle zu verhelfen, habe es insbesondere für die Yachthäfen gewaltiger Investitionen bedürft. Allein Unternehmen hätten demnach seit 1990 über 200 Millionen Euro in den maritimen Tourismus investiert. Auch das Bundesland habe sich spendabel gezeigt und selbst noch einmal 74 Millionen Euro hinzugeschossen. Daneben investierte Mecklenburg-Vorpommern noch einmal 158 Millionen Euro für  Marinas, Wege oder Rastplätze, um den Fremdenverkehr an der Ostsee auf diese Weise auch für große Fähren weiter zu entwickeln.

Weitere Investitionen folgen
Auch in Zukunft soll der Geldhahn nicht zugedreht werden. Dies gilt sowohl für das Bundesland, das den maritimen Tourismus für die Interessenten noch einmal attraktiver machen möchte, als auch für die Unternehmen. Zu beobachten ist deren Investitionsbereitschaft derzeit vor allem auf der Insel Usedom. In der Marina Kröslin investieren die Hafenbetreiber momentan mehr als acht Millionen Euro. Das Geld fließt in Wellnessanlagen, Apartments sowie attraktive Shopping-Möglichkeiten. Das Ziel ist es dabei, die Yachthäfen an der Ostsee nach dem Konzept umzugestalten, das sich auf den Mittelmeerinseln in Südeuropa bewährt hat: Diese sollen demnach nicht nur zu attraktiven Plätzen für Personen werden, die tatsächlich eine Yacht besitzen, sondern auch Gäste einfach so locken, die erst Einkaufen wollen, um dann in einem Restaurant oder Café auszuspannen und den Blick aufs Meer und die edlen Boote zu genießen.

Eine Autonomie mitten in der Ostee

2. Mai 2012

Mitten in der Ostsee unabhängig von den angrenzenden Ländern, wie Schweden, Finnland,  Deutschland oder Polen gibt es eine Inselgruppe, die vollkommen autonom lebt. Åland gehört mit  rund 28.000 Einwohnern auf 60 bewohnten Inseln, von 6700 Inseln und einer Landfläche von ca. 13.500 m² zu einem der außergewöhnlichsten Lebensräumen. Um eine Vorstellung davon zu bekommen, leben auf der Ostsee Insel Rügen rund 77.000 Einwohner auf einer Fläche von etwas mehr als 900 m².

Foto: Katharina Wieland Müller / pixelio.de

Åland wird als Provinz zu Finnland gezählt. Die Ålandländer haben aber 1921 Schwedisch als einzige Amtssprache, infolge einer Entscheidung des Völkerbundes, gewählt. Sonst verwaltet sich die Inselgruppe autonom. Nur wenige wirtschaftliche und politische Rechte stehen auch nur finnischen Staatsangehörigen begrenzt zu. Die Inseln leben heute vom Fremdenverkehr und der Schifffahrt, bzw dem Schifffahrtsverkehr. Åland legt großen Wert auf die Eigenständigkeit, so kann das kleine Land mit einer eigenen Nationalhymne aufwarten. Auch die Autokennzeichen, sofern welche vorhanden sind von Finnland und Schweden losgelöst und sogar eine eigene Internetdomain können die Ålandländer ihr Eigen nennen. Mit der eigenen Fluglienie „ Air Åland“ kann der Flughafen Mariehamm angeflogen werden. Von da aus können die Inseln mit der Fähre oder auch gern per Auto, Fahrrad oder Fuß erkundet werden.  Hauptsächlich kommen Urlauber aus Schweden und Finnland und sogar an dritter Stelle aus Deutschland, um sich die Inselgruppe mal genauer anzusehen.

Wenn man mal den Sommerurlaub an der Ostsee in Schweden, Deutschland oder Finnland verbringt und etwas Zeit und Interesse mit bringt, sollte man auf jeden Fall diese spannenden Inseln besuchen und erkunden. Es lohnt sich auf jeden Fall.

Rundgang an der Ostsee

4. April 2012

Ein Rundgang entlang der Ostsee bringt überraschende Erlebnisse und Einsichten in die Schönheiten dieser Gegend mit sich. An der Küste von Mecklenburg Vorpommern gibt es viel zu entdecken und zu genießen. Von romantischer Bäderarchitektur bis hin zum hanseatischen Flair der Küstenstädte.

Boltenhagen mit seiner naturbelassenen Strandpromenade könnte beispielsweise der Ausgangspunkt einer solchen Entdeckertour sein. Weiter geht’s nach Wismar, dessen Altstadt zum UNESCO Weltkulturerbe gehört. Die Schmalspurbahn „Molli“, die noch wie zu Großvaters Zeiten mit einer Dampflock angetrieben wird, fährt in Richtung Heiligendamm und Bad Doberan.

Foto: Andreas Köckeritz / pixelio.de

Der Weg führt weiter in die Hansestadt Rostock. Das vorgelagerte Seebad Warnemünde gehörte einst zu den begehrtesten Urlaubszielen in der DDR und ist noch heute vom Tourismus geprägt.
Die nächste Station der Rundreise ist Stralsund, einstmals südschwedische Bastion vor den Toren Deutschlands. Viele historische Gebäude und Sehenswürdigkeiten erinnern an diese Zeit, wie beispielsweise die allgegenwärtigen Backsteinbauten in der Altstadt. In Stralsund hat auch das Ozeaneum und meereskundliche Museum seine Heimat.
Von Stralsund aus begibt man sich über den Rügendamm auf die Insel Rügen, die die größte Insel Deutschlands ist und sich ihren ursprünglichen Charme bewahrt hat.
In der Mitte Rügens, in Putbus, befindet sich das einzige Theater der Insel, welches von der Fürstenfamilie derer von Putbus gegründet wurde und seinerzeit Mittelpunkt des kulturellen Lebens der dort ansässigen feinen Gesellschaft war.

Eben dieser Familie von Putbus gehörte auch das Jagdschloss Granitz, das heute als Museum dient, und von dessen Turm aus, man einen bezaubernden Panoramablick über die gesamte Insel hat.

Foto: andi-h / pixelio.de

Ganz im Norden der Insel Rügen, in der Nähe der Stadt Sassnitz liegen die Kreidefelsen, ein beeindruckendes Naturphänomen, die Stubbenkammer Königsstuhl ist der bekannteste der Felsengruppe. Der berühmt-berüchtigte Seeräuber und Rebell Klaus Störtebeker soll oft hier zugegen gewesen sein.
Ein unvergleichliches Kleinod der Mecklenburg-Vorpommerschen Küste ist die Insel Hiddensee, die mit dem Schiff von Altefähr aus zu erreichen ist. Teile der Insel stehen unter Naturschutz und dürfen nicht betreten werden. Mehrere bekannte Künstler haben oder hatten auf Hiddensee ein Haus, wie zum Beispiel Gerhart Hauptmann, Gret Palucca und Asta Nielsen.

Die Ostseeküste Mecklenburg Vorpommerns ist wohl eine der reizvollsten Landschaften und interessantesten Gegenden in ganz Deutschland und zieht jedes Jahr viele Besucher an. Trotzdem hat sie ihren ganz eigenen Reiz nie verloren und ist sommers wie winters ein Reiseziel, das Erholung und eine Auszeit vom Alltag

Usedom goes Mobile

22. März 2012

„Schatz, wir wollen jetzt los! Hast du alles?“ Sonnencreme, etwas zu trinken, Schlüssel, Geld, das Handy und den Reiseführer darf man im Urlaub nicht vergessen und so füllen sich die Taschen schon automatisch mit diversen Kleinigkeiten wie von selbst und werden immer schwerer. Was würde man da für etwas Erleichterung in den Hand- oder Hosentaschen geben. Glücklicherweise verfügen schon Viele über ein Smartphone und diese kleinen Mini-Computer eröffnet jetzt viele neue und praktische Möglichkeiten.

Foto: Karl-Heinz Liebisch / pixelio.de

Eines der beliebtesten deutschen Reiseziele ist eine der sozusagen hauseigenen Inseln Usedom. Jeden Sommer kommen hier tausende Familien und Urlaubswillige hin, um die Sonne und das Meer vor der Haustür zu nutzen und zu genießen. Usedom gehört zu Mecklenburg-Vorpommern und ist durch Wälder, Binnenseen, Hügel und natürlich der Ostsee gekennzeichnet. Die Insel kann durchschnittlich 1.917 Sonnenstunden im Jahr verbuchen und gehört damit zu den sonnenscheinreichsten deutschen Gegenden. Die Insel ist quasi zweigeteilt zwischen Deutschland und Polen.

Um sich auf der Insel gut zurecht zu finden und auch einige Ausflüge zu unternehmen braucht man wie oben erwähnt fast immer einen Reiseführer, um Informationen und Ideen für gelungene Touren zu bekommen. Seit neustem gibt es für das Eiland auch die Usedom-App. Zwischen Ahlbeck und Peenemünde kann man mit dem mobilen Reiseführer Informationen zu Sehenswürdigkeiten, Museen, Seebrücken, Ausstellungen, Naturschutzgebieten und diverse Freizeitangebote bekommen.

Foto: Kigoo Images / pixelio.de

Der herstellende FirmaGodenrath macht besonders auf die Funktion „Natur erleben“ aufmerksam, die vielseitige Tipps für Wander- und Radtouren bereit hält. Auch Familien finden unter der Kategorie „Mit Kind & Kegel“ schöne Ideen und ein vielseitiges Erlebnisprogramm bereit gestellt. Daneben kann man sich über Shopping, Gastronomie, Sport und Übernachtungsmöglichkeiten informieren. Finanzieren soll sich das Projekt künftig durch ein Branchenbuch. Wer einen Eintrag wünscht, muss dafür zahlen, so Godenrath.

Die App ist eine tolle Möglichkeit neue Ideen und Anreize für Ausflüge, Übernachtungen und Tipps zur Insel zu bekommen. Man muss einen ästigen Reiseführer nicht mehr mit sich rumtragen und kann schnell über das Handy einen Überblick gewinnen.

Ostsee-Ferien: auch abseits des Grand Hotel Heiligendamm beeindruckend

6. März 2012

An Deutschlands Ostseeküste konnte man bisher nicht nur ungezwungenen Familien-, sondern immer auch luxuriöse Ferien verbringen – traditionsreiche 5-Sterne-Hotels waren Garant für erstklassigen Urlaub zwischen Meer und Dünen.

Bald hat Deutschland aller Voraussicht nach ein attraktives Luxushotel weniger: Das Grand Hotel Heiligendamm ist insolvent. Das namhafte Luxus-Hotel ist uns allen durch den von der Bundesrepublik ausgerichteten G8-Gipfel 2007 bekannt, der unter größtem Medien-Aufwand stattfand. Besonders ein Foto machte damals Furore: Das Bild, auf dem die 8 Staatschefs in einem überdimensionalem Strandkorb zu sehen waren.

Foto:Achim Lückemeyer_pixelio.de

Bereits ein Jahr später kündigte der Betreiber der Anlage, die Kempinski-Gruppe, den Management-Vertrag. Wo sich einst die Crème de la Crème der internationalen Prominenz die Klinke in die Hand gab, regiert nun ein Insolvenzverwalter. Zwar läuft der Hotelbetrieb noch weiter, doch das Grand Hotel Heiligendamm hat massive Geldprobleme. Es fehlen Millionen, um dringend notwendige neue Investitionen zu tätigen.
Wer an der Strandpromenade direkt vor dem Grand Hotel Heiligendamm flaniert, wird sicher bei der Befürchtung, dass es bald für immer schließen könnte, mit Wehmut zum imposanten Gebäude blicken. Die 300 Beschäftigten bekommen zwar noch die nächsten drei Monate ihre Gehälter, doch danach sieht es für sie düster aus. Es sei denn, es finden sich neue Investoren, worauf durch das eingeleitete Insolvenzverfahren noch eine vage Hoffnung besteht.

Zum Glück muss man nicht in solchen Luxus-Herbergen absteigen, um einen tollen Ostseeurlaub zu verbringen. Zahlreiche Ferienunterkünfte für uns Otto-Normal-Verbraucher stehen an der Ostseeküste zur Verfügung. Ferienwohnungen, Appartements, Campingplätze oder Hotels – die Auswahl ist riesig und die Preisstaffelung variantenreich.
Vom Sommer bis Winter kann man gerade an der Ostsee entspannte Ferientage unter jedem erdenklichen Urlaubsmotto verbringen. Die Bandbreite der Ferienwohnungen reicht von klein bis groß, von einfach bis luxuriös – lediglich davon abhängig, was man investieren möchte. Schöne, familiäre Hotels verführen zum Relaxen in gemütlicher Atmosphäre, gut ausgestattete Campingplätze lassen viel Freiraum für Individualität. Die Ostsee tut einfach gut – zu jeder Jahreszeit, in jedem Alter und in jeder Art von Unterkunft.

Die Schätze der Ostsee

9. Februar 2012

Bei Bernstein, das auch das ‚Gold des Nordens’ genannt wird, handelt es sich nicht wirklich um Gestein, sondern vielmehr um prähistorisches Harz von vorzeitlichen Laub- und Nadelbäumen. Das Baltische Bernstein – oder auch Ostsee-Bernstein – bildete sich in der Zeit von vor etwa 35 bis 70 Millionen Jahren. Weltweit sind Bernsteinvorkommen allerdings bedeutend älter. Funde konnten bis zu 260 Millionen Jahre zurückdatiert werden. Über Einschlüsse im Bernstein, sogenannte Inklusen, erhoffen sich Wissenschaftler Informationen über das Leben in grauen Vorzeiten.

Foto: Dieter Schütz_pixelio.de

Die Entstehung von Bernstein erfolgt über einen sehr langen Zeitraum. Sie beginnt damit, dass ein Laub- oder Nadelbaum eine Verletzung davon trägt. Die Wunde in der Rinde wird mit baumeigenem Harz verschlossen, das im Laufe der Zeit aushärtet. Dabei kann die Farbe von Bernstein von goldgelb über bläulich hin bis zu Schwarz schimmern. Das Ostsee-Bernstein, das auch als Succinit bezeichnet wird, ist meist von einer goldbraunen Farbtönung geprägt.

Bereits in der Steinzeit diente Bernstein sowohl als Schmuck als auch für Insignien von Macht und Luxus. Etwa 12.000 Jahre alt sind Anhänger und Perlen, die in Nordfriesland gefunden wurden, über 20.000 Jahre alt sind Funde in der Ukraine. In der Bronzezeit fand Bernstein als Grabbeigabe Verwendung. In der Eisenzeit und der griechisch-römischen Antike errang das fossile Harz wieder seinen früheren Status als Luxusgut und wertvolles Tauschobjekt. Während im Mittelalter Bernstein vorwiegend zur Rosenkranz-Gebetskettenherstellung verarbeitet wurde, stieg das Succinit in der Neuzeit wiederum zu wertvollen Schmuck auf. Ein klassisches Beispiel dafür ist das vom preußischen König Friedrich I. in Auftrag gegebene und 1712 fertiggestellte Bernsteinzimmer.

Schwere Schäden richtete im Januar 2012 das Sturmtief Elfriede an der Kalingrader Bernsteinküste an. Auf der gesamten Länge von 140 Kilometern zerstörten Wellen, die Höhen von bis zu fünf Metern erreichten, die Strände. Ein Stück der Steilküste, das unterspült worden war, stürzte von dem im äußersten Nordwesten der Halbinsel Samland gelegenen KapTaran in die Ostsee. Nach Angaben der Gebietsregierung belaufen sich die Wetterschäden an der Kaliningrader Bernsteinküste auf etwa fünf Millionen Euro.

Leckereien aus Deutschlands Norden

27. Januar 2012

An den deutschen Küsten gibt es viele Leckerbissen, welche vielen Menschen unbekannt sind. Dabei sind darunter viele Gerichte und Getränke, die sämtliche Geschmacksnerven vor großer Freude tanzen lassen.Die Ostsee hält einige Schätze bereit, welche nicht nur aus dem Wassern, sondern auch von der kontrollierten Zucht an Land stammen. Doch welche Leckereien sind wirklich empfehlenswert und sollten auf jeden Fall einmal probiert werden?

Das schmackhafte Salzwiesenlamm

Die Schafe an der Nordsee grasen auf Salzwiesen. Dieses Gras hat einen besonderen Effekt auf das Fleisch der Schafe. Durch dieses Futter entfaltet das Fleisch ein außergewöhnliches Aroma, welches den Gaumen im wahrsten Sinne des Wortes verwöhnt. Dadurch ist das Fleisch der Schafe zu einem echten Geheimtipp geworden und sollte bei einem Aufenthalt an der Nordsee unbedingt versucht werden, denn der Geschmack ist laut einheimischen Bürgern mit nichts zu vergleichen. Neben der Schafzucht ist natürlich die Fischerei ein wichtiger Aspekt, wenn an Essen entlang der Küste gedacht wird.

Frische Leckereien aus der Ostsee

Auch die Ostsee selbst bietet dem Feinschmecker einige Fingerschlecker. Dazu zählen die Kieler Sprotten. Diese Fische werden traditionell im Ganzen inklusive Gräten gegessen. Ein weiterer Genuss aus der Ostsee ist das Schollenfilet. Dieses schmackhafte Stück Fisch ist bei den Anwohnern entlang der Küste äußerst beliebt. Doch dies ist noch lange nicht alles, was die See hergibt. In den tiefen Gewässern warten noch viel mehr Spezialitäten darauf, genüsslich verspeist zu werden. Dazu zählt auch der weltweit bekannte Matjes. Die Ostsee ist außerdem für ihre hervorragenden Krabben berühmt.

Foto: Heidi Apel / pixelio.de

Zum Aufwärmen an kalten Tagen und um den Körper wieder fit zu machen

Auch für die kränklichen Tage gibt es von der Ostsee spezielle Rezepte, um den Körper wieder auf Vordermann zu bringen. Denn hier wird nicht einfach nur Tee getrunken. Nein, dieser wird mit Sanddorn verfeinert. Sanddorn hat neben einem süßlichen Geschmack auch noch heilende Wirkung. So nehmen die Menschen von der Küste bei Erkältungen, Vitamin-C-Mangel, Hautproblemen und diversen anderen Krankheiten den Saft dieser Pflanze ein.

Die Küstenregionen in Deutschland halten viele Leckereien und regionale Spezielitäten bereit. Ein Ausflug an die Küsten lohnt sich daher nicht nur wegen dem Meer, dem Strand und dem Urlaubsgefühl.