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Marine-Ehrenmal in Laboe

Das Ostseebad Laboe liegt knappe 20 Kilometer von Kiel entfernt. Bekannt ist das Ostseebad vor allem für das 1936 eröffnete Marine-Ehrenmal.

Copyright by oschie/Pixelio

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Nach dem zweiten Weltkrieg gab es Überlegungen, das von Adolf Hitler eingeweihte Ehrenmal abzureißen. Stattdessen nahm der Deutsche Marinebund 1954 das Ehrenmal in seine Obhut. Es ist ursprünglich für die im ersten Weltkrieg gestorbenen deutschen Marinesoldaten errichtet worden. Mit der Übernahme durch den Marinebund wurde das Ehrenmal zu einer Gedenkstätte für die auf den Meeren gestorbenen Seeleute aus aller Welt.

Das Mahnmal kann man per Fahrstuhl oder über eine Vielzahl von Stufen erklimmen. Der Fußweg ist natürlich anstrengender. Man muss sich 72 Meter nach oben quälen. Dafür hat man oben ein hervorragendes Gefühl, wenn man es endlich geschafft hat. Der Lohn ist ein fantastischer Ausblick von der Plattform über die umliegende Landschaft. Mit etwas Glück kommt in dieser Zeit ein Schiff vorbei. Die Seeleute, die das Ehrenmal passieren, grüßen es.

Kleiner Tipp: Man sollte auf jeden Fall ein Fernglas mit nach oben nehmen und für den Tag des Besuches möglichst gutes Wetter abwarten. Meist ist es in den Nachmittagsstunden klarer als am Vormittag.

Den größten Teil des Mahnmals kann man von außen nicht erkennen. Unter dem geschwungenen Turm in der Erde verbirgt sich noch unter anderem die große Gedenkhalle. Auch Schiffsmodelle werden ausgestellt.

Wer beim Ehrenmal ist, sollte sich auch einen Besuch des U-Boot U 995 nicht entgehen lassen. Dafür benötigt man nicht einmal gutes Wetter. U995 ist ein deutsches U-Boot aus dem zweiten Weltkrieg. Es lief 1943 vom Stapel und kam noch zu Kampfeinsätzen. Nach dem Krieg wurde es zunächst als Kriegsbeute beschlagnahmt und später an Deutschland zurück gegeben.

Eine Besichtigung des U-Bootes macht recht beklemmend die Enge klar, in der die Besatzungen solcher U-Boote leben mussten. Menschen, die sich in engen Räumen unwohl fühlen, sollten von der Besichtigung absehen. Hier kann man real erleben, was man sonst nur aus Filmen wie „das Boot“ kennt und etwas über den Alltag an Bord eines U-Bootes im zweiten Weltkrieg erfahren. Wichtigster Tipp: Immer auf den Kopf achten! Man stößt ihn sich schneller, als man denkt. Nach der Besichtigung ist man froh, wieder ins Freie treten zu können, aber um eine ungewöhnliche Erfahrung reicher. Anschließend kann man zum Beispiel den schönen Hafen von Laboe einen Besuch abstatten.