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Rügener Heilkreide

Ein echtes Stück Ostsee

Copyright by Jürgen Nießen/Pixelio

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Rund 60 bis 100 Millionen Jahre sind ein Zeitraum, der mit dem menschlichen Geist kaum noch zu erfassen ist. Genau so alt ist die Kreideschicht, die sich  auf der Insel Rügen befindet. Die natürliche in unserer Umwelt vorkommende Kreide entsteht durch Ablagerung von Kalk. Dabei handelt es sich nicht um reinen Kalk. In der natürlichen Umgebung mischt sich der Kalk mit anderen Materialien wie Muschelresten, Sand oder Steinen. Der Kalk stammt von den Gehäusen kleinster  Lebewesen, die vor so langer Zeit die Erde bevölkerten.

Rügen und Kreide sind eng miteinander in unserem Denken verknüpft. Das liegt vor allem an den berühmten Kreidefelsen. Weniger bekannt ist die Rügener Heilkreide. Sie wird nichtam Königsstuhl im bekannten Nationalpark, sondern  auf der Halbinsel Jasmund gewonnen. Besser gesagt, das Rohmaterial. Denn bevor die Kreide als Heilkreide zur Anwendung gelangt, erfordert es noch eine saubere Verarbeitung.

Wer sich für die Kreidegewinnung interessiert, der kann im Kreidemuseum mehr darüber erfahren. Es befindet sich in der Nähe des Ortes Neddesitz auf der Halbinsel Jasmund.

Heilkreide wird für Wellness-Anwendungen ebenso eingesetzt wie für  medizinische und kosmetische Zwecke. Im Wellness-Bereich wird die Rügener Heilkreide sowohl als Bad als auch als Packung zum allgemeinen Wohlbefinden eingesetzt, oft vermengt mit anderen Mitteln.

Man kann die Rügener Heilkreide auch für den Privatgebrauch käuflich erwerben.

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