Bucki geht, die Rippenqualle kommt
Nachdem der Buckelwal anscheindend nicht mehr in der Ostsee zu finden ist, berichten nun die Lübecker Nachrichten, dass erstmals Rippenquallen am Timmendorfer Strand gesichtet worden sind.
Keine Angst! Für Menschen sind diese Hohltiere, denen die für Quallen typischen Nesselzellen fehlen, ungefährlich, für die Fischerei könnten sie jedoch eine echte Bedrohung darstellen, denn die hungrigen Tiere ernähren sich von Fischlarven, Eiern und Plankton, welches für die heimischen Fischarten wie Sprotte, Hering, Sardellen oder Dorsch Grundnahrungsmittel ist.
Schon im Dezember 2006 wurde über das Vorkommen der Quallen und deren rapides Wachstum in der Kieler Förde berichtet. Ihre Heimat liegt eigentlich im Atlantik östlich von Amerika, aber durch den Golfstrom oder menschliches Einwirken gelangen die Quallen auch in neue Gebiete. In den 80er Jahren war die explosionsartige Ausbreitung der Quallen mit der Grund für den Rückgang des Fischbestandes auf nur noch 10 % im schwarzen Meer. Denn natürliche Feinde gibt es für die Invasoren meist nicht. Auch in der Ostsee finden sich keine Fressfeinde für die Rippenqualle, aber kühle Temperaturen unter 5 °C könnten dem Bestand der Hohltiere schaden.
Dann hoffen wir mal, dass sich die Ostsee wieder etwas abkühlt.
Tags: fischerei, Rippenqualle

22. August 2008 um 10:47
Aber wenn die Ostsee abkühlt dann sterben ja all die Quallen. Das kann doch nicht die Lösung sein…? Oder…
22. August 2008 um 11:19
Liebes ich,
die Quallen fressen den Fischen doch aber alles weg! Sogar die Eier! Teilweise gibt es über 90 Individuen pro Kubikmeter – da muss doch ausgemerzt werden.
Sonst sterben all die leckeren Heringe und wir haben nix mehr zu essen.