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Der Nationalpark Jasmund auf Rügen (Ostsee)

Ursprünglich wurden die Kreidevorkommen auf der Halbinsel Jasmund im Nordosten der Insel Rügen in Kreidebrüchen abgebaut. Als im Jahre 1926 einem bereits still gelegten Kreidebruch die Wiedereröffnung drohte, wies man den Küstenabschnitt nördlich von Sassnitz kurzerhand als Naturschutzgebiet aus. 1990 wurde dieser Abschnitt dann als Nationalpark erklärt. Er gehört heute zu den schönsten Nationalparks in Deutschland.

Bereits im Jahre 1818 verewigte Caspar David Friedrich in seinem Gemälde Kreidefelsen auf Rügen weiße Felsformationen der Gegend auf Leinwand und verhalf damit den Wissower Klinken zu weltweiter Berühmtheit. Obwohl inzwischen widerlegt ist, dass die sagenumwobenen Felsen im Nationalpark Jasmund dem Maler als Vorlage dienten, gelten sie bis zum heutigen Tage als eine der Haupttouristenattraktionen der Insel Rügen. Durch Erosion lösten sich im Winter 2005 die beiden Hauptzinnen der Klinken und rutschten in die Ostsee. Nach diesem Abbruch blieb von dem ehemals beliebten Postkartenmotiv nicht mehr viel übrig.

Dennoch gehört der Hochuferweg durch die Buchenwälder von Jasmund beginnend am östlichen Stadtrand von Sassnitz entlang der Steilküste zu den beliebtesten Wanderrouten der Gegend. Mutige Naturfreunde wagen zuweilen den Abstieg auf einer der hölzernen Leitern bis hinunter an das Ufer. An der gesamten Küstenlinie findet man zwischen den Ufersteinen zahlreiche Fossilien, welche von ins Meer gerissenen Bäumen und Witterungseinflüssen aus den Kreidefelsen gelöst wurden. Die Gegend gilt deswegen unter Hobby-Archäologen auf der Suche nach fossilen Versteinerungen auch als El Dorado der Ostsee.

Urlaub in einem der nahegelegenen Orte wie Sassnitz, Glowe, Sagard oder auch Binz muss nicht teuer sein. Unter den zahlreichen Angeboten für Übernachtungen zum Beispiel in Ferienhäusern oder Pensionen lassen sich immer ein paar Schnäppchen finden. Kleiner Tipp: Früh buchen lohnt sich!

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