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Paraffinklumpen an der deutschen Ostseeküste angespült

Erneut sind an den Stränden der deutschen Ostseeküste Paraffinklumpen angespült worden. Vor zwei Wochen betraf es bereits Rügens Nordküste. Nun sind auch die Strände der Nachbarinselns Usedom und Greifswalder Oie betroffen. Die Wasserschutzpolizei setzt ihre Ermittlungen fort.

An den deutschen Ostseeküsten der Inseln Rügen, Usedom und Greifswalder Oie spielen sich kurz vor dem Beginn der Haupturlaubssaison dramatische Szenen ab. Der seit Tagen anhaltende Nordwind hat erneut große Klumpen einer bräunlich beigen Masse angespült. Die chemische Zusammensetzung der als Paraffin identifizierten Substanz sei identisch mit den vor zwei Wochen an Rügens Nordküste angespülten Brocken, so ein Sprecher der Wasserschutzpolizei in Waldeck.

Seebrücke in Ahlbeck / Usedom

Seebrücke in Ahlbeck / Usedom
(Foto: Marco Barnebeck / pixelio.de)

Ein Verursacher für die Verschmutzung ist noch immer nicht gefunden. Die Ermittlungen laufen, gestalten sich jedoch mühselig. Experten vermuten, dass das Wachs von einem Schiff stammt, welches entweder Ladung verloren oder seine Tanks illegal gereinigt hat. Angesichts der großen Menge des angespülten Paraffins wäre Letzteres ein Skandal – auch wenn die wachsartige Substanz weder als wasser- noch gesundheitsgefährdend gilt.

Ein erster Verdacht, wonach ein Schiff aus Norwegen Das Paraffin in der Ostsee entsorgt oder verloren haben soll, hatte sich nicht bestätigt. Auch die Staatsanwaltschaft Stralsund hat Ermittlungen wegen des Verdachts auf Gewässerverunreinigung eingeleitet. Sollte der Verursacher gefunden werden, so drohen ihm Haft bis zu fünf Jahren.

Wie Greenpeace berichtet, haben Helfer unterdessen damit begonnen, den Paraffin-Dreck auf Usedom einzusammeln. Tatkräftig unterstützt werden sie dabei von ersten Sommerurlaubern, die mit Schaufeln und bloßen Händen bereits 68 Kubikmeter Wachsklumpen zusammengetragen haben. Ein Teil davon wurde bereits als Sondermüll entsorgt, so ein Sprecher des Landkreises Ostvorpommern. Der Rest der wachsartigen Masse wird in Containern zwischengelagert.

Insbesondere Unternehmen der Tourismus-Branche in der Region hoffen nun, dass die Säuberungsarbeiten zügig vorangehen und nicht noch weitere größere Mengen Paraffins angespült werden. Wenn die Urlauber ausbleiben, hätte dies gravierende Auswirkungen auf die wirtschaftliche Entwicklung der Region.

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