Piraten auch auf der Ostsee?
Das Piraten die Ostsee vor einigen Jahrhunderten unsicher gemacht haben, ist wohl jedem Kind bekannt. Nicht zuletzt ist der Name Störtebecker einer der klangvollsten dieser grausamen Epoche. Klaus Störtebecker hatte mit seinen Kumpanen, den Likedeelern, im 14. Jahrhundert, das ein oder andere Mal der Hanse schweren Schaden zugefügt, bevor er dingfest gemacht werden konnte und sein Kopf rollte.
Das das Piratentum “in” ist, zeigen immer wieder Berichte aus dem südasiatischen und ostafrikanischen Raum, wo immer wieder privaten Yachten, große Tanker, ja sogar auch Kreuzfahrtschiffe von Seeräubern überfallen und gekapert werden. Das jüngste Beispiel ist vom 4. April. Vor der somalische Küsten entführen Piraten eine französische Luxusjacht, die in den Gewässern Touristen an Bord nehmen wollte und weiter Richtung Mittelmeer unterwegs war. Nunmehr hat sich auch die französische Politik eingemischt und auch eine Militäraktion zur Befreiung der Geiseln nicht ausgeschlossen. Der Kontakt zu den Piraten wurde hergestellt. Die Jacht steht seit dem unter der Beobachtung einer Fregatte der französischen Marine.
Das solche schrecklichen Beispiele bald auch wieder in deutschen Hoheitsgewässern stattfinden können halte ich eigentlich für ausgeschlossen, dennoch für möglich. Gespannt dürfte man sein, wie die deutsche Politik auf eine Kaperung reagieren würde. Militärschlag oder Lösegeld?
Tags: Hanse, ostsee, piraten, Seeräuber, störtebecker

07. April 2008 um 22:14
Na bei uns würden sie doch wahrscheinlich denen jede Menge Geld zahlen. Falls bei der Befreiung sonst was passiert, könnten ja Politikerköpfe rollen.
17. April 2008 um 21:17
Und dann wird eine Abmachung getroffen, dass einige, wie einst bei Störtebecker, nicht den Kopf verlieren, an denen der Geköpfte vorbei läuft. Oder lieber andersrum?
19. April 2008 um 13:48
Allein die Vorstellung, Angela Merkel, tief dekolletiert, jagt Piraten in der Ostsee! Na da würden aber einige über die Planke gehen…