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Windräder an der Ostsee

Die offizielle Eröffnung des ersten kommerziellen Offshore-Windparks in der Ostsee im Mai 2011, nördlich von der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst gelegen, leitete eine wichtige Form der alternativen Energienutzung ein. „Baltic 1“, das mit einer Stromleistung von jährlich 185 Gigawattstunden rund 50.000 Haushalte versorgen kann und vom Betreiber Energie Baden-Württemberg (EnBW) als Mitglied des „Wind Energy Net Rostock“ getragen wird, ist Ausdruck einer Hinwendung zu einem zukunftssicheren und weltweit möglichen Modell der Energieunterhaltung und eine Abwendung von den potentiellen und realen Gefahren der Atom- und Kohlekraftwerke. Diese Haltung wird auch gestützt durch die ansteigende Anzahl der vom Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie genehmigten geplanten Windparks. Neben den Offshore-Parks im Bereich der Küste, gibt es auch die sogenannten Onshore-Parks im Binnenland. In Mecklenburg-Vorpommern sichern rund 1.500 Windenergieanlagen 45% der Stromversorgung.

Bild: Andrea Damm / pixelio.de

Nichts desto trotz müssen auch bei dem Einsatz von Windkraftanlagen die Vor- und Nachteile mit betrachtet werden. Windräder fangen die kinetische Energie des Windes auf und wandeln sie in elektrische Energie um, die anschließend über ein notwendiges oftmals kilometerlanges Seekabel ins Stromnetz eingespeist wird. Bereits bei der baulichen, sehr kostenaufwendigen Umsetzung kann es zu Lärmbelästigungen der Umwelt kommen, was beispielsweise unterseeisch zu Orientierungsstörungen von Schweinswalen führen kann. Auch der Minimalabstand zu Brutvögeln im Binnenland reicht oftmals nicht aus und kann sich negativ auf die Bestandsentwicklung auswirken. Die Kollision zwischen Vögeln, Fledermäusen und den Rotoren der Windräder hängt dagegen von unterschiedlichen Faktoren wie Standort und Tierart ab. Mit diesen und weiteren Gesichtspunkten, wie der persönlich gefühlten Beeinträchtigung des ästhetischen Empfindens durch das veränderte Landschaftsbild, argumentieren dann auch Bürgerinitiativen, die sich gegen die Realisierung von Windkraftanlangen einsetzen.

Zu den Vorteilen dieser alternativen Energiegewinnungsmethode zählen indessen vor allem ihre Zukunftssicherheit aufgrund der dauerhaften und weltweit möglichen Verfügbarkeit von Wind sowie das gewissermaßen nicht vorhandene Sicherheitsrisiko im Vergleich zu Atom- und Kohlekraftwerken. Außerdem werden durch Planung und Bau der Anlagen Arbeitsplätze nachhaltig geschaffen und sie können sich, wie in Studien festgestellt wurde, in bestimmten Fällen innerhalb des Windparks sogar positiv auf die Artenvielfalt auswirken.

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