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Weihnachtseinbruch an der Ostsee

26. November 2008

Nicht nur der kalte Winter ist an der Ostsee angekommen, sondern auch die Weihnachtszeit lässt nicht länger auf sich warten.

Die Tage werden immer kürzer, das Klima rauher und es herrschte schon in den frühen Abendstunden Dunkelheit auf den Straßen, wenn es da nicht die Weihnachtsbeleuchtung gäbe…

Die Gemeinden und Orte gerade in Mecklenburg-Vorpommern befinden sich nicht gerade auf wirtschaflichen Höhenflügen, aber die Weihnachtsbeleuchtung darf natürlich nicht fehlen. Schließlich müssen installierte mitwachsende Lichterketten, stromsparende LED-Leuchten und die angebrachten beleuchteten Dekorationen in den Altstädten auch genutzt werden.

Dabei bewegen sich die jährlichen Kosten für Montagen und Illuminierung in einem großen Rahmen von 1.400 Euro in Greifswald über 15.000 Euro in Stralsund bis 35.000 Euro in Rostock.

Vielleicht fördern ja die Lichter das Bedurfnis der Menschen Weihnachtsgeschenke zu kaufen, so dass sich die Investitionen auch lohnen. :-)

Wintereinbruch an der Ostsee

20. November 2008
Winter an der Ostsee (istock.com)

Winter an der Ostsee (istock.com)

Solche Bilder werden uns wohl bald an der Ostsee begegnen, denn ab morgen warnt der Wetterdienst vor einem abrubten Wintereinbruch, der die Temperaturen innerhalb kürzester Zeit von fast 10°C heute auf den Gefrierpunkt sinken lässt.

Die polare Luft wird regelrecht angesaugt, weil sich ein Tiefdruckgebiet von der Nordsee auf dem Weg nach Tschechien befindet und so den Weg für die Luftmassen frei macht. Besonders gut, sieht man das auf den Animationskarten von wetter.com.

Koloss von Rügen wieder Feriendomizil

17. November 2008

1936 ließ die nationalsozialistische Ferienorganisation KdF (Kraft der Freude) zwischen Binz und Sassnitz die Ferienanlage “Seebad der 20.000″ errichten. Die Planung des Gebäudes in Prora unterlag dem Architekten Clemens Klotz.

Fast fünf Kilometer lang und 500 Meter breit misst der Koloss, der nie richtig fertiggestellt wurde, weil 1939 der Krieg begann. Beeindruckende Bilder gibt es zum Beispiel hier.

Nachdem fast alle Gebäudeteile an Privatinvestoren und den Landkreis Rügen verkauft worden sind, sollen nun umfangreiche Bauarbeiten die verlassenen Betonplatten wieder zum Leben erwecken und doch ein Ferienziel für viele Gäste werden lassen.
Im Moment befindet sich in den Gebäudeteilen unter anderem das NVA-Museum, in der Zukunft sollen Jugendherbergen, Hotels und sogar Eigentumswohnungen entstehen.
20.000 Menschen werden hier allerdings kein Hotelbett finden – Schätzungen liegen derzeit bei etwa 3.000 Gästebetten.

Kempinski Grand Hotel führungslos

4. November 2008
Das Kempinski Grand Hotel in Heiligendamm wird ab dem nächsten Jahr nicht weiter von Martin H. Kolb geführt. Zwar hatte er sich noch im Sommer zuversichtlich gezeigt, doch würfe das Hotel noch immer keinen Gewinn ab, wie er sich das erhofft hatte.
Was wird nun aus dem weißen Koloss werden? Die Auslastung durch Gäste liege derzeit etwa bei 60 %, doch die Kosten fressen jede Hoffnung auf Gewinn hemmungslos auf.

Seit der Eröffnung im Jahr 2003 ist Kolb der dritte Hotelchef, der das Handtuch wirft. Zuerst war es Thomas Klippstein, der später ins „Adlon“ nach Berlin wechselte, dort jedoch auch keinen Fuß fassen konnte. Dann nahm Torsten Dressler ab 2005 für knapp zwei Jahre den Posten ein und nun ist es auch mit Kolb vorbei.

Wer zukünftig das Hotel führen wird, bleibt unklar. Einige Angestellte wurden bereits entlassen.

Die nahen Orte Bad Doberan und Kühlungsborn ziehen die Gäste einfach mehr an als das verlassene Heiligendamm.

Binz: Ab sofort auch Kurtaxe für Hunde!

30. Oktober 2008

Ab 2009 werden Ostseebesucher noch mehr zur Kasse gebeten. In Binz sollen pro Tag in der Hochsaison 2,60 € gelöhnt werden und sogar für Hunde wird eine Extragebühr von 0,50 € pro Tag erhoben.
Gründe für diese Kostenerhöhung seien steigende Ausgaben der Gemeinde. Besondere Anlagen für Hunde würden zu 22.500 € Kosten im Jahr führen.

Dann können wir anscheinend nur noch bei der Wahl einer Ferienwohnung sparen… Passende Unterkünfte gibt es hier.

Schaffnerin setzt zwölfjähriges Mädchen in Bad Doberan aus

24. Oktober 2008

Eine 12jährige Musikschülerin wollte am Montagabend von Bad Doberan nach Rostock mit dem Regionalzug zum Unterricht fahren als sie bei einer Fahrkartenkontrolle von der Schaffnerin aus dem Zug verwiesen wurde.

Trotz anfangender Dämmerung und entgegen der Proteste weiterer Fahrgäste hatte das Mädchen keine andere Wahl als mit ihrem schweren Cello fünf Kilometer nach Bad Doberan zurückzulaufen, denn die Zugbegleiterin sah kein Pardon.

Warum sie so gehandelt hat und ob die Vorgehensweise arbeitsrechtliche Konsequenzen haben wird, ist noch unklar. Vorerst wurde die Bahnangestellte suspendiert und zu einer schriftlichen Stellungnahme aufgefordert.

Kriseneinsätze in der Ostsee: Marineverband trainiert

17. Oktober 2008
Marineschiff in der Ostsee

Marineschiff in der Ostsee

In den Gewässern der Ostsee wird es ab heute wieder mehr Action geben, denn rund 1.500 Soldaten des multinationale Marineverbands trainieren bis zum 30. Oktober den Ernstfall. Geübt werden die Abwehr von Terroranschlägen, Embargos, Evakuierungen und humanitäre Hilfeleistungen.

Bis zu 30 Schiffe werden in der Kieler und Mecklenburger Bucht bei diesem Training vor Ort sein. Der Deckname lautet “Northern Coasts”.

Hafenimpressionen

14. Oktober 2008

Man kann viel darüber schreiben, warum man selbst die Ostseeküste so schön findet. Aber eigentlich gilt immer noch der alte Grundsatz, dass ein paar Bilder mehr sagen als tausend Worte. Deshalb möchte ich einfach mal eine kleine Galerie von Hafenimpressionen zeigen.

Lange Nacht der Museen am 25. Oktober

10. Oktober 2008

Am 25. Oktober 2008 laden Rostock und Warnemünde zum dritten Mal zur Langen Nacht der Museen ein. Das Motto ist diesmal “Mehr Zeit für Rostocks Schätze” und Besucher können von 18.00 bis 1.00 Uhr insgesamt 15 Anlaufstationen besuchen.

Darunter finden sich zum Beispiel die zoologische Sammlung der Rostocker Universität, das größte schwimmende Museum Deutschlands (Schiffbau- und Schifffahrsmuseum im IGA Park), der Leuchtturm in Warnemünde, viele Kirchen und noch viel mehr.

Sie wissen nicht, wie sie von Rostock nach Warnemünde und zurück gelangen sollen?
Für Schuttle-Services via Bus und Boot ist gesorgt. Die Karten für die ganze Nacht kosten bis zu 8,- € pro Person.
Übernachtungsmöglichkeiten suchen Sie hier.

EU-Komission schlägt Fangquoten in der Ostsee für 2009 vor

29. September 2008

Wie in jedem Jahr tagen die zuständigen EU-Agrarminister des Rates der Europäischen Union, um die Fangquoten für das kommende Jahr festzulegen. Ein Vorschlag wurde vor kurzer Zeit unterbreitet und bis Ende Oktober werden die neuen Zahlen diskutiert und ausgehandelt.

Die Diskussionen sind erhitzt, denn auf der einen Seite stehen die Fischereiverbände und Politiker, die die Fangquoten so hoch wie möglich favorisieren, damit die die Existenz der Küstenfischer nicht bedroht wird und auf der anderen Seite warnen Wissenschaftler und Naturschützer vor der Zerstörung der Bestände von bedrohten Fischarten und wollen somit die Fangquote so gering wie möglich halten.

Laut des Vorschlags der EU-Komission soll die Quote für den Dorsch in der westlichen Ostsee um 15 % auf 16.337 Tonnen gesenkt, im Osten hingegen um 15 % auf 44.580 angehoben werden. Auch für den Hering sollen die Fangquoten um drastische 63 % reduziert werden.

Der Blick auf das Gesamtökosystem der Ostsee sollte nicht verloren gehen: Überdüngung, Klimawandel und Invasionen von Fremdarten sind die Themen, die seit Monaten die Nachrichten zum Zustand der Ostsee füllen.